Für das Pilzesammeln für den Eigenbedarf schreibt das Gesetz keine Genehmigung vor, wer Pilze aber zum Verkauf sammelt, braucht eine Genehmigung der Umweltschutzagentur und einen Eintrag im Zentralen Register der Wirtschaftssubjekte für Ankauf und Handel mit Wildarten. Das neue Naturschutzgesetz gilt seit dem 15. August 2026 und sieht für Privatpersonen, die ohne Genehmigung gewerblich sammeln, ein Bußgeld von 250 bis 4.000 Euro vor. Die Verordnung vom April 2026 nennt 17 oberirdische Pilzarten und Trüffel, die zum Verkauf gesammelt werden dürfen, darunter Steinpilze, Pfifferling, Totentrompete und Morcheln. Geschützte Arten dürfen weder gesammelt noch verkauft werden.
Dieser Ratgeber bündelt Sammelregeln, Artenliste und Bußgelder an einem Ort.
Braucht man zum Pilzesammeln eine Genehmigung?
| Situation | Was gilt |
| Sammeln für den Eigenbedarf | das Gesetz verlangt keine Genehmigung der Agentur; die Verbote für geschützte Arten gelten für alle |
| Sammeln zum Verkauf | Genehmigung der Agentur und Eintrag im CRPS für Ankauf und Handel mit Wildarten |
| Sammeln für eine Firma mit Genehmigung | Vertrag mit dem Genehmigungsinhaber und eine Kopie der Genehmigung bei sich |
| Sammeln auf fremdem Grund zum Verkauf | vorherige Zustimmung des Eigentümers |
| Schutzgebiet, etwa ein Nationalpark | Sammeln und Verkauf von Waldfrüchten und Pilzen gehören zu den Tätigkeiten, für die eine Gebühr an die Parkverwaltung gezahlt wird |
- Der Antrag enthält Angaben zum Antragsteller, Art und Menge, den Sammelort und den Zeitraum, Firmen legen zudem die Liste der Sammler bei.
- Die Agentur erteilt die Genehmigung nur, wenn der Handel den günstigen Erhaltungszustand der Population nicht gefährdet.
Welche Pilze dürfen zum Verkauf gesammelt werden?
Die Liste aus der Verordnung über die Nutzung von Wildarten (Amtsblatt 50/2026):
| Pilz | Lateinischer Name |
| Steinpilz | Boletus edulis |
| Kiefern-Steinpilz | Boletus pinophilus |
| Sommer-Steinpilz | Boletus reticulatus |
| Pfifferling | Cantharellus cibarius |
| Totentrompete | Craterellus cornucopioides |
| Semmelstoppelpilze | Hydnum repandum, Hydnum rufescens |
| Echter Reizker und weitere Milchlinge | Lactarius deliciosus, L. deterrimus, L. salmonicolor, L. sanguifluus, L. semisanguifluus |
| Hallimasch | Armillaria mellea, Armillaria ostoyae |
| Nelken-Schwindling | Marasmius oreades |
| Spitz- und Speisemorchel | Morchella conica, Morchella esculenta |
| weiße und schwarze Trüffel | Tuber spp. |
- Die Höchstmengen je Art legt eine Fachgrundlage fest, die die Agentur für drei Jahre erstellt und auf ihrer Website veröffentlicht.
- Sammler führen Aufzeichnungen über gesammelte und verkaufte Mengen und melden sie der Agentur bis 31. März für das Vorjahr.
Was ändert das neue Naturschutzgesetz?
- Das Gesetz im Amtsblatt 117/2026 gilt seit dem 15. August 2026 und hat das Gesetz von 2016 ersetzt.
- Die Genehmigung für gewerbliches Sammeln erteilt weiterhin die Agentur (Artikel 93).
- Die Verordnung vom April 2026 gilt, bis neue Durchführungsvorschriften erlassen sind, wofür das Gesetz eine Frist von einem Jahr setzt, soweit sie dem neuen Gesetz nicht widerspricht (Artikel 128).
- Geschützte Wildpflanzen und Pilze dürfen nicht gesammelt, besessen, gekauft, verkauft oder zum Verkauf angeboten werden (Artikel 85).
Wie hoch sind die Bußgelder für Sammeln zum Verkauf ohne Genehmigung?
| Wer | Bußgeld |
| Privatperson | 250 bis 4.000 Euro |
| Einzelunternehmer | 1.000 bis 24.000 Euro |
| juristische Person | 2.000 bis 80.000 Euro |
| Verantwortlicher in der juristischen Person | 500 bis 8.000 Euro |
- Die Bußgelder regelt Artikel 127 für das Sammeln und Nutzen von Wildarten zum Verkauf ohne vorherige Genehmigung.
Vor einem Ausflug nach Durmitor oder Biogradska Gora helfen die Ratgeber zu Eintrittspreisen der Nationalparks und zu Wanderwegen. Wo in Podgorica heimische Produkte verkauft werden, steht im Ratgeber zu Märkten, wie ein Betrieb eingetragen wird, im Ratgeber zum Betriebsregister.
Häufige Fragen
Braucht man in Montenegro eine Genehmigung zum Pilzesammeln? Zum Sammeln für den Verkauf braucht man eine Genehmigung der Umweltschutzagentur. Für den Eigenbedarf verlangt das Gesetz keine Genehmigung, geschützte Arten dürfen aber nicht gesammelt werden.
Darf ich selbst gesammelte Steinpilze verkaufen? Nur mit Genehmigung der Agentur und CRPS-Eintrag für den Handel mit Wildarten, oder wenn Sie für eine Firma mit Genehmigung sammeln, mit Vertrag und Kopie der Genehmigung.
Wie hoch ist das Bußgeld für den Verkauf von Pilzen ohne Genehmigung? 250 bis 4.000 Euro für Privatpersonen, 1.000 bis 24.000 Euro für Einzelunternehmer und 2.000 bis 80.000 Euro für juristische Personen.
Welche Pilze stehen auf der Liste für gewerbliches Sammeln? Siebzehn oberirdische Arten, darunter Steinpilz, Kiefern- und Sommer-Steinpilz, Pfifferling, Totentrompete, Milchlinge und Morcheln, dazu Trüffel.
Darf ich im Nationalpark Pilze sammeln? Sammeln und Verkauf von Waldfrüchten und Pilzen im Schutzgebiet gehören zu den gebührenpflichtigen Tätigkeiten, die Bedingungen nennt die Parkverwaltung.
Gilt die alte Sammelverordnung von 2010 noch? Nein. Die Verordnung von 2026 hat sie aufgehoben und gilt unter dem neuen Gesetz weiter, bis neue Vorschriften erlassen sind.
Quellen
Genehmigung, Verbote und Bußgelder regelt das Naturschutzgesetz (Amtsblatt 117/2026), Artikel 71, 85, 93, 127 und 128. Artenliste und Pflichten der Sammler regelt die Verordnung über Nutzung und Sammeln von Wildarten (Amtsblatt 50/2026). Stand der Angaben: 29. September 2026. Fijaka ist eine Kleinanzeigenplattform; dieser Text ist keine Rechtsberatung.
